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Dein Beckenboden vor der Geburt

3.9.2026
Elisabeth Galonska

Dein Beckenboden während der Schwangerschaft: Wie Schwangerschaft und Inkontinenz zusammenhängen

Während der Schwangerschaft verändern sich die körperlichen Voraussetzungen für Deinen Beckenboden. Mit zunehmendem Wachstum des Babys verändern sich die Belastungsverhältnisse im Bauch- und Beckenraum. Gleichzeitig passt sich das Gewebe unter dem Einfluss hormoneller Veränderungen an die Schwangerschaft an.

Der Beckenboden muss dabei unterschiedliche Aufgaben gleichzeitig erfüllen: Er unterstützt unter anderem die Organe im Becken, trägt zur Stabilität der Körpermitte bei und spielt eine wichtige Rolle bei der Kontrolle von Blase und Darm.

Durch die veränderten Belastungen und körperlichen Bedingungen können manche Frauen während der Schwangerschaft Beschwerden wie ungewollten Urinverlust, ein Druckgefühl im Becken oder Beschwerden im Bereich von Becken und Rücken entwickeln. Das bedeutet jedoch nicht, dass solche Beschwerden bei jeder Schwangeren auftreten oder allein auf den Beckenboden zurückzuführen sind.

Eine Schwangerschaft kann das Risiko für Belastungsinkontinenz erhöhen. Gleichzeitig können regelmäßige Bewegung und gezieltes Beckenbodentraining dazu beitragen, die Funktion des Beckenbodens zu unterstützen. (gesundheitsinformation.de)

Wie Du Deinen Beckenboden während der Schwangerschaft zusätzlich belasten kannst

Bestimmte Belastungen können den Beckenboden während der Schwangerschaft zusätzlich beanspruchen. Das bedeutet nicht, dass Du diese Belastungen grundsätzlich vermeiden musst. Entscheidend ist, wie Dein Körper auf die jeweilige Belastung reagiert, ob sie zu Deinem aktuellen körperlichen Zustand passt und wie Du sie dosierst.

  1. Schweres Heben und Tragen, insbesondere bei hoher oder ungewohnter Belastung.
  2. Starkes Pressen, beispielsweise bei bestimmten Belastungen oder einer ungünstigen Atemtechnik.
  3. Sehr intensive oder ungeeignete Trainingsbelastungen, wenn Dein Körper noch nicht ausreichend darauf vorbereitet ist oder dabei Beschwerden auftreten.
  4. Einseitige oder dauerhaft belastende Bewegungsmuster, die zu einer erhöhten Belastung im Beckenbereich führen können.
  5. Bewegungen oder Übungen, bei denen Du wiederholt Beschwerden wie Druck- oder Schweregefühl im Becken, ungewollten Urinverlust oder Schmerzen bemerkst.

Bei wiederkehrenden Beschwerden ist es sinnvoll, die Belastung anzupassen und gegebenenfalls ärztlich oder physiotherapeutisch abklären zu lassen, welche Belastung für Dich geeignet ist.

Wie Du Deinen Beckenboden während der Schwangerschaft unterstützen kannst

Du kannst Deinen Beckenboden während der Schwangerschaft durch einen bewussten Umgang mit Bewegung und Belastung unterstützen. Dabei geht es nicht darum, den Beckenboden ständig anzuspannen, sondern um das Zusammenspiel von Anspannung, Entspannung, Atmung und Bewegung.

Bei wiederkehrenden Beschwerden oder Unsicherheiten solltest Du die Belastung individuell mit einer entsprechend qualifizierten Fachperson abstimmen.

  1. Bewege Dich regelmäßig und passe die Intensität an Deine jeweilige Schwangerschaftsphase und Deine persönliche Belastbarkeit an.
  2. Trainiere Deinen Beckenboden gezielt, aber achte ebenso auf seine Fähigkeit zur Entspannung. Ein funktioneller Beckenboden kann sowohl anspannen als auch wieder loslassen.
  3. Atme bewusst weiter, insbesondere bei Kraftübungen und körperlicher Belastung, und vermeide unnötiges Pressen.
  4. Achte auf Deine Körperreaktionen: Druck- oder Schweregefühl im Becken, ungewollter Urinverlust oder Schmerzen können Hinweise darauf sein, dass eine Belastung angepasst werden sollte.
  5. Steigere Belastungen schrittweise, anstatt Trainingsumfang oder -intensität abrupt zu erhöhen.
  6. Auch die Kräftigung von Bauch-, Rücken- und Gesäßmuskulatur kann sinnvoll sein, um die gesamte Körpermitte und ihre Funktion zu trainieren.

Wenn Du während der Schwangerschaft regelmäßig ungewollt Urin verlierst, ein ausgeprägtes Druck- oder Schweregefühl im Becken bemerkst oder Schmerzen auftreten, solltest Du diese Beschwerden nicht einfach hinnehmen. Eine individuelle Beratung durch eine Ärztin, einen Arzt oder eine entsprechend qualifizierte Physiotherapeutin kann helfen, die Ursache einzuordnen und passende Maßnahmen zu finden.

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Quellen:

Quelle des ursprünglichen Trainingskonzepts: Prä- & Postnatales Training – Verena Wiechers / MamaWORKOUT

Elisabeth Galonska ist Expertin für Prä- und Postnatales Training mit über 20 Jahren Erfahrung als Fitness- und Gesundheitstrainerin. Als Fachberaterin für Freizeit und Fitness und zertifizierte n.m.s. ®Health Coach bietet sie präventive und rehabilitative Betreuung für Frauen jeden Alters. In ihrem STUDIO8 schafft sie eine einfühlsame und sichere Atmosphäre für ihre Teilnehmerinnen.